Mauern & Arkaden

 

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Konzept & Idee:

Gleisplan KATO Spur N

Der Bau:

Modellbahnanlage KATO

Details & weitere Fotos:

Die Kurvenüberhöhung

Überwerfungsbauwerke

Mauern & Arkaden

Fabrik Spur N
Steigung

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Reizvolle Einblicke

Mauerakaden in halboffener Bauweise! So lautete der Vorsatz bei diesen Überwerfungsbauwerken. Diese Bauweise ist ja beim Vorbild weit verbreitet.

Mauern & Arkaden

Mauern & Arkaden selber bauen - und das fast kostenlos!

Dumm nur, dass sowas im Handel nicht erhältlich ist. Also lautete das Motto: Arkaden selber bauen!

Der Bau war dann doch überraschend simpel. Und die Kosten lagen im Peanuts-Bereich. Wie und was, das erfährst du hier.

Mauerarkaden - lies hier:


Was sind überhaupt "Arkaden"?

Wer mit der Bahn unterwegs ist, dem begegnen sie laufend: Arkaden. Ob als Stützwände zur Geländeabsicherung, ob bei Überwerfungsbauwerken, ob in Beton oder Stein, kaum etwas prägt die Umgebung von Bahntrassen so sehr wie Arkadenmauern. Der Begriff leitet sich ab vom lateinischen "Arcus" = "Bogen". Denn schon die alten Römer wussten, dass ein auf Pfeilern ruhendes bogenförmiges Bauteil nicht nur statische Vorteile bietet, sondern auch schön anzuschauen ist.

Bogenförmig? Meine Arkaden sind hier sind eckig. War einfacher zu bauen. Und gefällt mir besser. Außerdem machen wir hier Modellbahn und kein Architekturseminar. Abgesehen davon: Eckige Bauformen gibt es tatsächlich auch.


Formen und Funktionen

Und so bekam diese Anlage inflationär viele Arkaden verpasst, in allen möglichen Formen und Bauweisen. Als offene oder geschlossene Mauerarkaden, als Wandabstützung, als Pfeiler für die Überwerfungsbauwerke, oder auch mal mit integriertem Schuppentor. Ein Schelm, der jetzt an einen Fetisch denkt.

Allerdings wäre mein Budget arg strapaziert worden angesichts der Preise, welche die üblichen Verdächtigen so verlangen für ihre Produkte von der Stange. Und dann sollte ja auch noch ein einheitliches "Look & Feel" für die gesamte Szenerie her. Bitte keine "Mäuerchen-Optik"! Trister Beton!


Der Bau

Alle Arkadenbauteile haben eine Gesamthöhe von exakt 5 cm. Grund: Dies ist die netto Durchfahrtshöhe zwischen den beiden Ebenen dieser Anlage. Also auch bei den Überwerfungsbauwerken.

Die Gleistrassen der oberen Ebene ruhen dabei auf Leisten aus Birke Multiplex mit genau diesen 5 cm Höhe. Diese Leisten sind 12 mm stark, somit stabil genug, um die Hauptlast der oberen Ebene zu tragen. Teils sind die massiven Leisten auch verborgen platziert in den Durchfahrten der Überwerfungsbauwerken.

Für offene Mauerarkaden sind 12 mm Stärke natürlich zu dick. Die offenen Mauerarkaden sind mit 5 mm Stärke seutlich filigraner. Sie sollen ja überzeugende "Wanddurchbrüche" darstellen:

Mauerarkaden in Betonoptik

Mauerarkaden in Betonoptik: 3 x als offene Arkaden, 1 x als geschlossenes Arkadenteil

Richtig stabil dagegen die geschlossenen Mauerarkaden: Hier dienen tatsächlich besagte Leisten aus 12 mm Birke Multiplex als tragende (Rück-) Wand.


Offene Mauerarkaden

Bei den offenen Mauerarkaden dienten Kieferleisten in 5 mm Stärke als Basis. Also durchaus stabil genug, um etwas Last zu tragen, auch wenn das nicht ihr "Hauptjob" ist. Sie stehen ja nur an den Ein- und Ausfahrten der Überwerfungsbauwerke. Dort sollen sie einfach nur hübsch aussehen.

Solche 5 mm starken Kieferleisten mit 2,5 cm Breite gibt es als Meterware in diversen Längen bis hin zu 2 Metern. Da lassen sich schön passend Stücke ablängen. Zudem hat dieses industriell geschnittene Maß von 2,5 cm Breite den Vorteil, dass dies doppelt genommen genau die gewünschten 5 cm Durchfahrtshöhe ergibt. Und zwei Kanten sind immer exakt gerade - bei frickeligen Laubsägereien auch ein gutes Argument. Hier wackelt jedenfalls nix:


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Arkaden selber bauen

In die Ecken dann Dreikantstückchen aus Balsa. Dreikant-Stangen aus Balsaholz mit 6 mm Kantenlänge gibt es ebenfalls als Meterware, wo sich dann schön Scheibchen abschneiden lassen. Balsa hat den Vorteil, dass es sehr weich ist und sich hervorragend schleifen lässt. Da reicht sogar eine Nagelfeile.


Ist soweit alles geklebt mit handelsüblichem UHU, werden die Fugen mit feiner Holzspachtelmasse zugemacht:

Bau Arkaden Spur N

Spachtelmasse trocknen lassen lassen, dann schleifen, anmalen und fertig!


Zur Verstärkung gabs hinten (= innen) noch ein paar Streifen aus, mal wieder, Finnpappe. Leichtbauweise eben. Reicht völlig:

offene Arkaden Modellbau

Ich liebe Finnpappe! Ein echter Tausendsassa, unglaublich vielseitig. Das Zeug verzieht sich nicht, hat eine gute Stabilität, ist reißfest und lässt sich gut mit dem Cutter schneiden. Auch einfachere selbstragende Konstruktionen lassen sich damit prima realisieren wie etwa rechteckige Industriehallen. Finnpappe mit 2 mm Stärke gehört bei mir daher inzwischen zur Grundausrüstung im Modellbahnkeller.



Geschlossene Mauerarkaden

Bei den geschlossenen Arkaden kam auch Finnpape in 2 mm Stärke zum Einsatz, und zwar für die Arkaden-Optik vorne. Stützträger sind die besagten massiven Leisten aus Birke Multiplex in 12 mm Stärke:

Stützmauer Modellbau

Dazu auch hier wieder verstärkte Ecken aus dreieckigen Balsa-Stückchen. Dann spachteln und schleifen wie gehabt. Abschließend noch ein paar extra vertikale "Mauerstützen" vorn dran geklebt sowie oben eine überkragende Mauer. Das Ergebnis:

Bahndamm Spur N

Und der Arbeiter hat nun auch seinen Lagerschuppen.


Auch im Bereich der Ein- und Ausfahrten gibt es teils geschlossene Arkaden:

Arkaden Spur N

Überwerfungsbauwerk mit Mauerarkaden. Als "Deckel" dienen passend zugeschnittene Platten aus 3 mm Hartschaum.


Die Stützmauer

Anspruchsvoller war die Wandabstützung entlang der Straße. Nicht nur, dass es hier ein Gefälle gab - nein, der Herr Bauherr musste den Straßenverlauf auch noch unbedingt als eine Kurve anlegen:

Betonmauer selber bauen

Zum Glück sind Straßen bei mir funktionslos. Und sie wiegen auch nix. Da brauchts also keinen exakten Unterbau und auch keine massiven Stützen. Straßentrasse ist - wie auch die Gleistrassen - aus 3 mm Hartschaum. Also reichen ein paar grob gestapelte Holzbretter als Träger, in der passenden Rundung gesägt. Davor als Blende - richtig: Finnpappe. Die lässt sich nämlich auch biegen.


Oben dann die Stützwand dem Steigungsverlauf folgend schräg abgeschnitten:

Stützwand Modellbahn

Bitte mit Gefälle und Rundung: Stützwand entlang der Straße.


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