Fabrik Spur N

 

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Konzept & Idee:

Gleisplan KATO Spur N

Der Bau:

Modellbahnanlage KATO

Details & weitere Fotos:

Die Kurvenüberhöhung

Überwerfungsbauwerke

Mauern & Arkaden

Fabrik Spur N
Steigung

Stellwerk Spur N

Video KATO Anlage

Zum Heimatbahnhof:

Home
 

Werksanschluss mit Kreisanschluss

Gleich drei Fabriken gibt es auf dieser KATO Spur N Modellbahnanlage! Es kann also auch 'ne Runde gepflegte Wagonschubserei eingelegt werden, falls die Kreisfahrerei mal langweilig werden sollte.
(Was mir aber eher selten passiert.)

Die erste Fabrik ist ein schönes Modell von Faller, in der Aufstellung aber modifiziert:

Fabrik Spur N

Fabrik Spur N

Lies hier:


Güterverkehr auf der Modellbahn

Güterverkehr funktioniert ja am besten, wenn es "Gründe" gibt. Was muss wohin und warum? Solche Gründe können sein ein kleiner Güterschuppen, ein großer Güterbahnhof, ein Hafen, ein Bahnbetriebswerk oder ein weitläufiger Industriekomplex.

Oder, wie auf dieser Anlage, Fabriken mit Gleisanschluss:

Rangierlok Spur N

Auf solchen Gleisanschließern fahren typischerweise nur Rangierloks. Hier ist es eine Vossloh G1000, die jetzt die Fuhre Drahtrollen aus dem Werksgelände zieht. Über eine schöne weite Kurve (Radius 718 mm!) wird der kleine Güterzug alsbald das Weichenvorfeld erreichen. Der Straßenverkehr muss solange warten. (OK, das rote Licht am Andreaskreuz ist mit Photoshop gepimpt. Aber der Rest ist echt!)


Und schwupps - schon sind die Drahtrollen in der zweiten Fabrik:

Spur N Fabrikgebäude

Gilt das schon als point-to-point Rangierverkehr? Sagen wir mal so: Die Drahtrollen werden hier zur Weiterverarbeitung benötigt …


"Betrieb machen" mit Wagenkarten & Frachtzetteln?

Manche Modellbahner haben in Sachen Güterverkehr ja hohe Ansprüche. Dann bekommt jeder Waggon eine so genannte Wagenkarte, der jeweils ein Frachtzettel mit "Transportauftrag" zugeordnet ist. Versandort, Zielort, Art der Ladung undsoweiter. "Betrieb machen" nennt sich das dann. Also Drehbuch fürs Kopfkino, sozusagen. Eine reizvolle Knobelei in jedem Fall.

Aber nicht für mich. Hier finden die Güterwagen auch ohne Zettelwirtschaft ihren Weg. Zum Beispiel unter diese Kranbrücke:

Rangieren & Betrieb machen auf der Modellbahn

Die Fabrik selbst ist ein wilder Mix aus Faller und Kibri Spur N Bausätzen, beide im schönsten Gründerzeitstil. Verwaltungsgebäude links ist ein Klassiker von Faller (ex POLA). Fabrik rechts von Viessmann / Kibri. Ein Bausatz, bei dem mir nicht nur die Optik, sondern auch der einfache Zusammenbau in Steckbauweise gefallen hat.


Was heißt überhaupt "rangieren?"

Egal, in welchem Umfang Betrieb machen stattfindet: Meist ist es gleichbedeutend mit rangieren. So nennt man das, wenn nur einzelne Waggons oder Waggongruppen bewegt werden. Oft auch als Verschieben bezeichnet. Einen Fahrplan gibt es nicht.

Die Werksanschlüsse der drei Betriebe auf dieser Anlage werden allesamt über das großzügige Weichenvorfeld bedient. (Gleisplan guggst du hier: Gleisplan KATO Spur N 8' x 4'.) Hier werden auch Waggons zwischengeparkt oder bei Bedarf mal 'ne Lok umgesetzt.

Das Gegenteil wäre eine Zugfahrt. Die findet nämlich auf freier Strecke statt. Dann natürlich mit Fahrplan.


Rangierbetrieb für Einsteiger: Kleine Sprachfibel

  • Drücken: Lok schiebt Waggons in ein Abstellgleis
  • Ziehen: Lok zieht Waggons aus einem Abstellgleis
  • Rangierlok: Eine lokal stationierte kleinere Lok speziell für Rangierzwecke
  • Umsetzen: Lok entkuppelt, umfährt den Zug auf einem Parallelgleis und kuppelt am anderen Ende wieder an
  • Sägefahrt: Fahrt mit (mehrfachem) Richtungswechsel. Das Vor und Zurück erinnert dabei an eine Sägebewegung
  • Ablaufberg: Ein kleiner Hügel, wo abgekuppelt wird. Die Waggons rollen dann selbstständig in ihre Abstellgleise
  • Richtungsgruppe: Hier werden passend zur "Richtung" (= Zielbahnhof) neue Züge zusammengestellt. Salopp auch Rangierbahnhof genannt.
  • Ausziehgleis: Ein oft parallel zur Fahrstrecke verlaufendes Gleis extra für Rangierbetrieb. Der Streckenverkehr wird so nicht behindert
  • Sperrfahrt: Eine (Fahr-) Strecke wird für den laufenden Verkehr gesperrt, damit z.B. eine Rangierfahrt stattfinden kann

Bündiges Bodenniveau: Wie Gleise im Boden versenken?

Fabrikgelände wie Rangierbereiche allgemein zeichnen sich meist dadurch aus, dass die Schienenoberkante bündig mit dem umgebenden Bodenniveau abschließt. Ob Kopfsteinpflaster, Betonplatten oder Asphalt - Gabelstapler oder LKWs müssen ja auch fahren können. Solche "Rillenschienen" kennt man auch von Straßenbahnen.

Klar, sowas musste auch für diese Modellbahnanlage her. Aber wie machen? Gipsen und ritzen gilt hier bekanntlich als Königsdisziplin. Doch vor der Panscherei hat's mich gegraut.

Alternative: Die Unterfütterungs-Methode mit allem, was der Bastelkeller so hergibt. KATO Spur N Gleise benötigen grob ca. 5 mm Unterfütterung an den Außenkanten der Schienen. Also flugs Hartschaum-Reste in 3 mm Stärke und 2 mm Finnppappe stufenweise aufeinander geklebt:

Gleise bündig mit Bodenniveau

Oben als sichtbaren "Straßenbelag" 1 mm dünne Pappe drauf, in Wunschfarbe angemalt. Diese dünne Pappe stößt von außen an die Gleisprofile, ist im Höhenniveau aber einen Tick tiefer als die Gleisoberkante. Sonst sitzen die Räder auf.

Innen zwischen die Gleise einen Streifen aus passend zugeschnittenem Polystyrol reingelegt und mit derselben Farbe angemalt. Jawohl, gelegt. Funktioniert auch. Die Radkränze müssen halt frei laufen können.

Mit dieser Methode also alle Fabrik-Areale komplett höher gelegt:

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Rillenschienen

Jetzt kann auch der LKW rangieren. Für Alterung & Verschmutzung des Industrieareals (neudeutsch: Weathering) sorgte ein Hauch schwarzer Spray.


Entkupplungsgleise

Elektrisch betriebene Entkupplungsgleise haben einen Mechanismus im Gleisbett, womit sich per Knopfdruck Waggonkupplungen trennen lassen. Macht Sinn, wenn Waggons in einer unzugänglichen Ecke der Eisenbahnplatte abgestellt werden sollen. Oder im Inneren einer Fabrikhalle.

Die Gleisanschlüsse der Fabriken auf dieser Modellbahnanlage sind aber alle bequem per Hand zu erreichen. Es regiert also "die Hand Gottes". Gelegentlich auch "Fünf-Finger-Kran" genannt.

Warum? Mir ist jeder Millimeter Kabel auf einer Modelleisenbahn zwei Millimeter zu viel. Der Aufwand. Die Kosten. Und dann ist der Mechanismus der Entkupplungsgleise bei KATO auch noch deutlich sichtbar.

Nein, muss ich nicht haben. Andere Spur N Gleishersteller machen es aber auch nicht besser.


Fabrikgebäude Spur N

Im Modellbahn Zubehör gibt es eine große Auswahl für Spur N Fabrikgebäude.

Allerdings sind auf dieser Anlage die Fabrikbausätze den örtlichen "Gegebenheiten" angepasst. Sonst wirkt es nicht stimmig. Also munter kombiniert, "gekitbashed" oder in der Aufstellung variiert.

Warum? Gebäude müssen zum Gleisplan passen, nicht umgekehrt. Das gilt auch für Industriegebäude. Einfach nur 1:1 zusammenbauen und hinstellen was in der Pappschachtel drin ist - das mag vielleicht eine Schaufensterauslage für Modellbausätze ergeben, aber keine Anlage, die eine Geschichte erzählt.


Modellbahn Fabrik selber bauen

Hier sollte es ein industriell geprägtes Stadtbild sein, wie es heute noch in vielen Städten mit langer Industriegeschichte anzutreffen ist. Wohnhäuser, Hinterhöfe und Gewerbebetriebe wechseln sich ab in dichter Bebauung. Der Gründerzeit-Stil der Fabrikgebäude zeugt von dieser Tradition.
(Traditionsbewusstsein scheinen hier auch manche Autobesitzer zu haben. Wer erkennt sie?)


Die dritte Fabrik:

Fabrik Spur N Kitbashing

Nach dem Motto "Platz ist in der kleinsten Ecke" auf kaum 30 x 30 cm ein kleines Szenario gestaltet mit einer ollen Arnold Fabrikhalle, einem Verladekran von Faller und einer Industriehalle aus Polystyrol Resten. Wer genau hinschaut, erkennt auch das höher gelegte Bodenniveau. (Da haben die Betonarbeiter wohl etwas geschlampt, hmm?)


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