Modellbahn Steigung |
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Rauf kommen sie alleÜblicherweise habe ich ja eine gesunde Abneigung gegen Steigungen auf der Modellbahnanlage. Aber nutzt ja nix. Die Überwerfungsbauwerke dieses KATO Spur N Gleisplans verlangten ihren Tribut. Denn keine Überführung ohne Steigungsstrecke. Aber dafür gibts als Belohnung DAS:
Spektakulär: 44er nähert sich den Überwerfungsbauwerken. Vorher musste sie freilich die Steigung meistern Ich habe mich also mit dem Thema eingehender beschäftigt. Und Spoileralarm: Auch lange Züge schnurren hier zufrieden die Steigung hoch. Wie und warum, das erfährst du hier. Ratgeber Steigungsbau - lies hier:
Was ist überhaupt eine Steigung?Du findest diese Frage banal? Von wegen. Was da gelegentlich in Foren oder Socials so herumpräsentiert wird, da fragt man sich schon, ob da manche nicht ein bisschen arg schräg drauf sind … |
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Eine Rampe ist eine schiefe Ebene. Fährt der Zug rauf, ist es eine Steigung. Fährt der Zug runter, ist es ein Gefälle. Die Strecke bewältigt also eine Höhendifferenz. Womit die erste Variable definiert ist. Die zweite Variable ist dann die Länge der Strecke, welche diesen Höhenunterschied überwindet. Aus modellbahnerischer Sicht wichtig ist allerdings nur die Steigung. Denn ist die Steigungsstrecke zu steil, drehen die Räder der Lok durch. Im Experten-Sprech: Es gibt ein Traktionsproblem. Oder anders: Runter kommen sie alle. Steigung berechnenAngaben zur Steigung erfolgen in %. So bedeuten z.B. 5 % Steigung, dass eine Strecke auf einer Länge von 100 Metern einen Höhenunterschied von 5 Metern überwindet. Beim Vorbild, der echten Eisenbahn, erfolgt die Angabe auch in Promille (= ‰). Das entspräche dann 50 Promille. Natürlich lässt sich das beliebig skalieren. Bewältigt also eine Strecke auf einer Länge von 100 km eine Höhe von 5 km, dann ergibt das denselben Steigungswert von 5 %. Genauso wie ein Höhenunterschied von 4 cm auf 80 cm Strecke ebenfalls eine 5 % Steigung darstellt. Bewältigen aber 60 cm Strecke eine Höhendifferenz von 12 cm, dann haben wir 20 % Steigung. Alles klar? Hier die Formel: |
Quicklinks zum Stöbern: |
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Berechnung Steigung (Formel)
Steigung ermitteln: |
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Die Formel zeigt: Willst du die Steigung verringern, dann musst du entweder den Höhenunterschied verringern oder die Steigungsstrecke verlängern. Oder beides zusammen. Es soll sogar Modellbahn-Tüftler geben, die am Anfang die Steigung einen Tick steiler bauen als beim Rest der Rampe. Argument: Wenn sich die gezogenen hinteren Waggons zum Teil noch in der Ebene befinden, dann sei die Anhängelast leichter. Nun ja. Also DAS mathematisch zu berechnen, dazu fehlt mir der Grips. Und wie ermittle ich die Steigung bei einer bestehenden kurvigen Strecke? Schnur nehmen, in die Mitte der Gleise legen und dann vom Anfang bis zum Ende die Länge der Steigungsstrecke messen. Ist die Gesamtlänge der Auffahrrampe ermittelt, misst du noch die Höhendifferenz. Dann obige Steigungs-Formel anwenden. Für einen groben Schnellcheck eine brauchbare Methode. Wie viel Steigung auf der Modellbahn? (Maximalwerte)
Die schlechte Nachricht: Es gibt nicht DEN Grenzwert.
Modellbahn Steigung Tabelle (Faustformel) |
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Ich will daher nicht von Maximalsteigungen reden, sondern lieber davon, was auf einer Modellbahnanlage als Gesamtkonzept "funktioniert". So können auf einer Kleinanlage, wo eh nur kurze Züge mit 3-4 leichten zweiachsigen Waggons rumkurven, auch 5 % Steigung funktionieren. Wer dagegen auf lange Züge steht, der sollte eine 2,5 % Steigung nicht überschreiten. Und selbst das ist kein Gesetz. Auch Großanlagen mit langen Zügen können krasse Steilstrecken haben. Dann ist das halt eine Nebenstrecke, wo nur eine kleine Bimmelbahn verkehrt. Oder gar eine pittoreske Zahnradbahn. Durchfahrtshöhen Spur NDie Höhendifferenz ist eine Variable, die du beeinflussen kannst. Aber nur innerhalb gewisser Grenzen. Denn Brücken, Überwerfungsbauwerke oder allgemein sich kreuzende Bahntrassen brauchen eine Mindest-Durchfahrtshöhe. Der Zug muss ja drunter passen. Grobe Mindestwerte für Spur N sind:
Je nach Höhe des Gleiskörpers oder der Oberleitungsmasten auch mehr. Das gilt insbesondere für Quertragwerke von Oberleitungen. Im Zweifel Lok aufs Gleis, Pantografen raus und messen. Vorsicht: Hier lauert ein Messfehler!Was bei Steigungsberechnungen gern vergessen wird: Das obere Trassenbrett. Dieser Wert muss gegebenenfalls zur Netto-Durchfahrtshöhe addiert werden. Angenommen, die Stärke des oberen kreuzenden Trassenbretts beträgt 8 mm, dann ergeben sich für Spur N folgende Brutto-Werte, die eine Steigung mindestens überwinden muss:
Möchtest du also eine Höhendifferenz von 5,8 cm mit 2,5 % Steigung überwinden, dann muss nach obiger Formel die Steigungsstrecke 232 cm lang sein. Das ist nicht gerade wenig. Bau-Methoden im VergleichEs gibt prinzipiell 5 Steigungsbauweisen, wie du deine Züge in luftige Höhen bringen kannst:
AusrundungSo nennt man den allmählichen Übergang von der Ebene in die Schräge. Der sollte sanft erfolgen: |
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Warum? Knicks können Entgleisungen oder Entkupplungen produzieren. Mein Tipp: Steigungstrassen aus 3 mm HartschaumWie bitte? Das soll gehen? Üblich als Trasse ist ja Pappelholz mit einer Stärke von 6 oder 8 mm. Ich habe mich aber für 3 mm Hartschaum entschieden, auch PVC oder Forex genannt. Die passend zugeschnittenen Trassen einfach auf Klötzchen gelegt, fertig: |
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Vogelwilde Konstruktion. Sieht aber keiner, die Gleisrampe steht später hinter der Kulisse. Warum Hartschaum? Weil …
Fazit: Funktioniert hier wunderbar! Modellbahn Leichtbau - so mag ich das. |
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Übrigens ist die komplette obere Etage dieser KATO Spur N Modellbahnanlage in dieser Leichtbauweise gebaut - nicht nur Steigungen. Und so gehören für mich Hartschaumplatten inzwischen zur unverzichtbaren Grundausstattung bei der Modellbahnerei. Da lassen sich sogar Mauerfugen reinritzen. |
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Du bevorzugst doch lieber den klassischen Steigungsbau mit Pappelholz und Gewindestangen?
Allgemeine Tipps zum Steigungsbau
Der "Absenk-Trick"Du hast zu wenig Platz? Keine Sorge, alles wird gut: |
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Zu guter Letzt: |
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Steigung vermeiden?Sind Auffahrten wirklich zwingend nötig? Es lohnt sich ernsthaft darüber nachzudenken. Denn Modellbahnanlagen mit reizvollen Höhenstaffelungen sind auch ohne sich kreuzende Bahntrassen möglich. Zum Beispiel kannst du eine Schlucht bauen, wo nur ein Bach drin ist. Dann reicht an dieser Stelle ein Geländeeinschnitt. Oder du baust eine Straßenbrücke, wo oben statt Züge eben Autos fahren. Im Menü Gleispläne findest du viele einfache Konzepte ohne Steigung. Fun Facts: Bekannte Steilstrecken bei der Eisenbahn
Sagt alles die Wikipedia und ich habe keinen Grund das zu bezweifeln. Auch interessant: |
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